15. November 2019 |
 
 
 

Wegen Brexit: Hohe Verluste bei Thomas Cook

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Die Lage bei Thomas Cook wirkt immer bedrohlicher. Die Unsicherheit, die mit dem Brexit vorausgeht, soll für die hohen Verluste der letzten Wintersaison verantwortlich sein.



Thomas Cook FlugzeugInmitten der Diskussion, ob, wann und an wen Thomas Cook seine Flotte abgibt, hagelt es auch schon die nächsten schlechten Neuigkeiten. Das Winterhalbjahr bis Ende März 2019 brachte Thomas Cook einen Nettoverlust von knapp 1,5 Milliarden britischen Pfund ein, wie in den vergangenen Tagen bekannt wurde.

Noch im Vorjahr hatte es ganz anders ausgesehen. 255 Millionen Pfund hat das Minus damals betragen – völlig normal für die Saison.

Weshalb das Wintergeschäft gar so schleppend lief, will man bei Thomas Cook wissen. Unter anderem der Brexit habe Schuld daran. Die Planungsunsicherheiten helfen dem ohnehin schon strauchelnden Unternehmen nicht, wie diverse Medien berichten. Anfang des Jahres hatte aufgrund der Brexit-Debatte und der damit einhergehenden Unsicherheit schon Fluggesellschaft Flybmi Insolvenz angemeldet. Wie Thomas Cook erklärt, hätten viele Reisende aus Großbritannien ihre Reisepläne aufgrund des EU-Austiegs vorerst auf Eis gelegt.

Kein gutes Jahr für Thomas Cook

Wie Thomas Cook-Chef Peter Fankhauser im vergangenen Jahr bereits anmerkte, werde 2019 weniger Gewinn eingefahren. Kunden und Aktionäre müssen sich auf eine Rabattschlacht einstellen, wie es schon 2018 der Fall war. Gleichzeitig sind die Kosten für Hotels und Kerosin gestiegen.

Und dann ist da noch der Finanzmarkt, der zusätzlich Ärger macht. Viele sprechen bereits davon, dass die Aktie von Thomas Cook praktisch nichts mehr wert sei. Seit Mai 2018 brach der Wert der Aktie immerhin um 90 Prozent ein.