3. April 2020 |
 
 
 

Wegen Bikini: Frau auf den Malediven verhaftet

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Das Beispiel einer jüngst verhafteten Frau auf den Malediven, macht erneut deutlich, dass man sich vor Reiseantritt über die Gepflogenheiten im Reiseland informieren sollte.



Frau am Strand

Gerade in islamischen Ländern, sollte Badebekleidung nur am Strand getragen werden. (Symbolbild)

Malediven: Nicht überall sind Bikinis gern gesehen

Andere Länder, andere Sitten. Dieser Spruch kommt nicht von ungefähr. Auf der ganzen Welt unterscheidet sich, was gern oder ungern gesehen ist. Das musste jüngst auch eine Urlauberin auf den Malediven feststellen.

In einem Video, das derzeit auf Twitter im Umlauf ist, wird sie von drei Polizisten festgenommen. Sie wehrt sich lautstark, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben.
Wie die Polizei und verschiedene Medien aufdecken: Die Polizei war informiert worden, dass sich eine Frau unangemessen bekleidet und mutmaßlich betrunken über die Hauptstraße begeben habe. Wie ferner mitgeteilt wurde, werden Urlauber auf den einheimischen Inseln darum gebeten, sich den kulturellen Gepflogenheiten anzupassen.

Badebekleidung auf den Strand beschränken

Da die Malediven ein islamisches Land sind, werden Urlauber dazu angehalten, sich entsprechend anzupassen. Das betrifft auch die Badebekleidung. Allzu freizügig, ist auf den einheimischen Inseln deshalb nicht gern gesehen.

Anders sieht es in den Touristen-Resorts aus, wo Urlauber fast unter sich sind. Auf den Inseln, auf denen aber auch Einheimische leben, sollten sich Urlauber aber besser an die Regeln halten, wie auch auf der Website des Auswärtigen Amts nachzulesen ist. Das gilt insbesondere auch für die Hauptstadt Malé.

Für die vor kurzem verhaftete Bikini-Trägerin hat die Festnahme kein Nachspiel. Schon nach etwa einer Stunde durfte sie wieder gehen und mit einer Strafe muss sie ebenfalls nicht rechnen. Die Polizei räumte inzwischen auch ein, dass die Verhaftung scheinbar schlecht gehandhabt wurde, weshalb man sich bei der Urlauberin und der Öffentlichkeit für den Vorfall entschuldige, der nun genauer untersucht werde.