Wer 2026 in den USA am Strand entspannen möchte, zahlt in den beliebtesten Bundesstaaten mehr als je zuvor: Hawaii hat zum 1. Januar 2026 eine neue „Green Fee“ eingeführt, Florida kämpft um die Umwidmung seiner Bettensteuern, und in Kalifornien erhöhen mehrere Küstenstädte ihre Übernachtungsabgaben. Was das konkret für Ihren Urlaub bedeutet – und wie Sie die gestiegenen Kosten im Blick behalten.
Die große Welle: Warum so viele US-Staaten jetzt die Touristensteuer anheben
Mehrere US-Bundesstaaten passen 2026 die Steuern auf Kurzzeitaufenthalte an – eine Entwicklung, die die Kosten für Hotelzimmer, Ferienwohnungen und andere Übernachtungen für Besucher in manchen Regionen spürbar erhöht. Die Idee hinter den neuen Abgaben ist, Touristenströme besser zu steuern und sicherzustellen, dass auch die einheimische Bevölkerung von der Reiselust profitiert – in einigen Fällen dienen die Einnahmen auch dem Schutz der natürlichen Umwelt und einer nachhaltigeren Tourismuswirtschaft.
Bundesstaaten wie Tennessee, Hawaii, New York, Nevada, Texas, Wisconsin und Utah haben neue Abgaben eingeführt oder bestehende erhöht, um Infrastrukturprojekte zu finanzieren, lokale Wirtschaftsleistung zu stärken und Umweltschutzmaßnahmen zu unterstützen. Das Ausmaß dieser Erhöhungen in 2026 erzeugt eine Welle, die Reisepläne und Budgets vieler Urlauber beeinflusst.
Hawaii: Der „Green Fee“ trifft Strandliebhaber direkt in der Brieftasche
Ab dem 1. Januar 2026 ist die landesweite Transient Accommodations Tax (TAT) in Hawaii von 10,25 % auf 11 % gestiegen. Hawaii hat damit eine der weitreichendsten Steuerreformen im US-Tourismus des Jahres eingeleitet. Der Honolulu County addiert darüber hinaus einen weiteren Aufschlag von 3 %, was Hawaii zu einem der teuersten Übernachtungsmärkte im gesamten Land macht.
Das Gesetz – Act 96, im Mai 2025 verabschiedet und seit 2026 wirksam – fügt der Hotelrechnung eine dedizierte Umweltabgabe hinzu, die neben den bestehenden Staats- und Kreisabgaben erhoben wird. Die Regierung Hawaiis präsentiert die Erhöhung als mehr als eine reine Haushaltsentscheidung: Offiziell wird sie direkt mit Klimaanpassung, Küstenschutz und nachhaltiger Tourismusinfrastruktur verknüpft – das verleiht der Maßnahme ein stärkeres politisches und ökologisches Fundament als einem simplen Steuererhöhungs-Beschluss.
Das neue Gesetz soll jährlich nahezu 100 Millionen US-Dollar einbringen, die ausschließlich für Umweltschutzprojekte bestimmt sind. Hawaii weitet die Besteuerung zudem auf Kreuzfahrtpassagiere aus – mit einem anteiligen Aufschlag von 11 %, der eine Gruppe trifft, die bisher vergleichsweise wenig zu den Umweltkosten beigetragen hat.
Was bedeutet das für den Strandurlaub auf Hawaii konkret?
Der sogenannte „Hawaii Green Fee“ gilt für alle Kurzzeitunterkünfte und soll unter anderem geliebte Strände wie Waikiki und Kaanapali sauber, breit und zugänglich halten, Sanderosion entgegenwirken, Maßnahmen zur Waldbrandprävention finanzieren sowie einheimische Baumarten und bedrohte Tierarten schützen.
Über die Hotelrechnung hinaus kommen auf Urlauber in Hawaii noch weitere steigende Kosten zu: Beliebte Naturattraktionen wie Rainbow Falls, der Wailua River State Park und Kekaha Kai verlangen von Nicht-Einwohnern inzwischen Parkgenehmigungen, Eintrittsgebühren oder Reservierungen. Auch kommunale Abstimmungen verändern die Ferienwohnungslandschaft – so gibt es Bestrebungen, Tausende von Kurzzeitvermietungen auf Maui schrittweise abzuschaffen, was Verfügbarkeit und Preise zusätzlich beeinflussen dürfte.
Wer einen Pauschalurlaub Hawaii bucht oder als Last-Minute-Reisender flexibel ist, sollte den Gesamtsteueranteil schon bei der Buchung im Blick haben – denn dieser kann auf Maui oder Oahu mit allen Zuschlägen deutlich über 18 % des Zimmerpreises liegen.
Florida: Wie der Streit um die Bettensteuer die Strände von Miami Beach betrifft
Florida bleibt einer der bedeutendsten Tourismusstaaten der USA – und genau deshalb hat die Diskussion um die dortige Steuer weit über Staatsgrenzen hinaus Bedeutung. Der zentrale Punkt ist dabei keine geradlinige Erhöhung der Hotelsteuer, sondern ein politischer Streit: Unter House Bill 7033 könnten bis zu 75 % der Einnahmen aus der Bettensteuer in allgemeine Steuererleichterungen bei der Grundsteuer umgeleitet werden – statt wie bisher vor allem in Tourismus-Marketing und Destinationsentwicklung zu fließen.
Lediglich 25 % der Einnahmen wären für die Tourismuswerbung garantiert. Das würde einen massiven strukturellen Einschnitt für eine Wirtschaft bedeuten, die auf hohe Investitionen in Markenentwicklung, Kongressbetrieb, Veranstaltungsinfrastruktur und Destination Management angewiesen ist.
Die Umwidmung der Tourist Development Tax würde die Mittel für das Tourismus-Marketing kürzen – Miami und Miami Beach könnten Besucher nicht mehr in derselben Weise anziehen wie bisher. Und das hätte Folgen: Die 2,1 Milliarden US-Dollar an Steuereinnahmen, die Besucher jährlich generieren, könnten sinken.
Allein Orange County nahm 2025 fast 400 Millionen US-Dollar an Touristensteuern ein – ein deutlicher Hinweis auf das enorme wirtschaftliche Gewicht dieser Mittel. Der Senat hat dem Vorhaben bislang widerstanden, sodass der Ausgang noch offen ist.
Getrieben von Wiederaufbau-Erfolgen und steigenden Zimmerpreisen hat Floridas Reisebranche einen wirtschaftlichen Gesamteffekt von 133,6 Milliarden US-Dollar erzeugt. Der Tourismussektor zeigt 2026 insgesamt außergewöhnliche Stärke, mit rekordverdächtigen Einnahmen aus der Tourist Development Tax in den Küstenregionen.
Für Reisende, die die Strände von Miami Beach oder die Florida Keys ansteuern, bleibt der aktuelle Steuersatz zunächst stabil – aber die Planungssicherheit für die nächsten Jahre ist durch die politische Debatte um HB 7033 getrübt. Wer einen Pauschalurlaub in den USA im Visier hat, sollte die Entwicklung im Blick behalten.
Kalifornien: Städteweise Unterschiede an der Pazifikküste
Kalifornien führt keine einheitliche neue Touristen-Staatssteuer ein, bleibt aber 2026 ein wichtiges Kapitel in der US-Bettensteuerstory – denn mehrere hochkarätige Städte erhöhen ihre Abgaben. Für Reisende ist das besonders relevant, da die Steuerbelastung stark vom jeweiligen Reiseziel abhängt.
San Diego ist auf eine höhere Staffelrate von 11,75 % bis 13,75 % übergegangen, die vor allem Aufenthalte in der Nähe des Kongresszentrums betrifft. Menlo Park hat seine Hotelsteuer auf 15,5 % angehoben, Hanford erhöhte von 8 % auf 12 %.
Wer also einen Strandurlaub entlang der kalifornischen Küste – etwa in San Diego, Santa Monica oder Santa Barbara – plant, sollte die lokalen Übernachtungsabgaben schon bei der Unterkunftssuche einkalkulieren. Tipps für Last-Minute-Reisen in die USA helfen, noch günstige Angebote vor dem Preisanstieg zu sichern.
ESTA und Einreise: Was sich 2026 für deutsche Urlauber geändert hat
Neben den gestiegenen Übernachtungskosten gibt es auch bei der Einreiseformalität wichtige Neuerungen, die Strandurlaub-Buchungen betreffen:
- Für Bürger der Visa-Waiver-Länder – also auch Deutsche, Österreicher und Schweizer – bleibt die ESTA-Genehmigung 2026 die Voraussetzung für die visumfreie Einreise (max. 90 Tage Aufenthalt). Die Gebühr beträgt derzeit 40 US-Dollar, zahlbar nur per Kreditkarte oder PayPal.
- Der Antrag sollte spätestens 72 Stunden vor dem Abflug gestellt werden – besser deutlich früher. Eine genehmigte ESTA ist zwei Jahre gültig, sofern der Reisepass nicht vorher abläuft.
- Neu in 2026: Manche Fluggesellschaften verlangen den Nachweis der gültigen ESTA bereits beim Check-in.
- Die US-Grenzschutzbehörde CBP plant eine Verschärfung der Datenerfassung für ESTA-Anträge. Die Pläne sehen vor, dass Antragsteller künftig deutlich mehr persönliche Informationen angeben müssen – darunter die Offenlegung von Social-Media-Konten der letzten fünf Jahre, frühere Telefonnummern und E-Mail-Adressen sowie detaillierte Angaben zu Familienmitgliedern.
- Sofern die Neuregelung nicht juristisch angefochten wird, könnte sie in den kommenden Monaten in Kraft treten – ein genaues Datum steht bislang nicht fest.
- Wichtig: Eine erfolgreiche ESTA bedeutet nicht, dass die Einreise automatisch genehmigt ist – die endgültige Entscheidung trifft immer der Immigration Officer vor Ort.
Mehr Infos zu aktuellen Einreiseregelungen und Reisezielen finden Sie in unserer Reise-Übersicht sowie in den Europa-Nachrichten für vergleichbare Entwicklungen auf dem alten Kontinent.
Checkliste: So planen Sie Ihren USA-Strandurlaub 2026 richtig
- ESTA frühzeitig beantragen: Mindestens eine Woche vor Abflug, nicht erst 72 Stunden vorher – die Bearbeitungszeiten können variieren.
- Übernachtungssteuer im Gesamtpreis checken: In Hawaii addieren sich Staats- und Kreisabgaben auf über 14 %; in Miami Beach kann der kombinierte Steueranteil auf Hotel und Ferienwohnung noch höher liegen.
- Ferienwohnungen vs. Hotels vergleichen: Beide Unterkunftsarten sind in den meisten Bundesstaaten gleichermaßen steuerpflichtig – günstigere Tarife finden sich oft abseits der Hotspots.
- Nebenkosten für Naturparks einplanen: Auf Hawaii sind viele Strände und Parks inzwischen reservierungspflichtig oder kostenpflichtig für Nicht-Einwohner.
- Reiseversicherung abschließen: Bei politischen Änderungen – etwa einer weiteren Umstrukturierung der Steuereinnahmen in Florida – können sich auch Marketingbedingungen und Angebotslagen schnell ändern.
- Social-Media-Präsenz prüfen: Da künftig ESTA-Antragsteller möglicherweise ihre Social-Media-Konten offenlegen müssen, lohnt es sich, öffentliche Profile vorab zu überprüfen.
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Häufige Fragen zu Touristensteuern und Einreise USA 2026
Wie hoch ist die neue Touristensteuer in Hawaii 2026?
Hawaiis neue „Touristensteuer“ ist eine Erhöhung der Transient Accommodations Tax (TAT) um 0,75 Prozentpunkte – der staatliche Anteil steigt damit von 10,25 % auf 11 %. Hinzu kommen county-spezifische Aufschläge, etwa 3 % in Honolulu County, sodass die Gesamtsteuerbelastung auf Hotel- und Ferienunterkunfts-Buchungen deutlich über 14 % liegen kann.
Was ändert sich bei der Bettensteuer in Florida?
Unter House Bill 7033 könnten bis zu 75 % der Einnahmen aus der Bettensteuer in Florida in allgemeine Steuerentlastungen bei der Grundsteuer umgeleitet werden – für die Tourismuswerbung wären nur noch 25 % der Einnahmen garantiert. Das politische Tauziehen zwischen Repräsentantenhaus und Senat ist noch nicht abgeschlossen.
Muss ich für den USA-Urlaub 2026 ein ESTA beantragen?
Deutsche, österreichische und schweizerische Staatsangehörige reisen im Rahmen des Visa Waiver Programs ohne Visum in die USA – Voraussetzung sind ein biometrischer Reisepass (auch für Kinder) und eine online beantragte ESTA, die 2026 rund 40 US-Dollar pro Person kostet.
Kann meine ESTA trotz Genehmigung verweigert werden?
Ja. Eine erfolgreiche ESTA-Genehmigung bedeutet nicht, dass die Einreise in die USA definitiv gewährt wird – die finale Entscheidung trifft immer der Immigration Officer am Flughafen vor Ort. Es empfiehlt sich, alle Angaben im Antrag sorgfältig und wahrheitsgemäß auszufüllen.
Gilt die neue Hawaii-Steuer auch für Kreuzfahrtpassagiere?
Ja. Hawaii weitet die Besteuerung 2026 ausdrücklich auf Kreuzfahrtpassagiere aus – ein anteiliger Aufschlag von 11 % trifft damit auch eine Gruppe, die bisher vergleichsweise wenig zu den Umweltkosten beigetragen hat.
Welche Küstenstädte in Kalifornien haben die Übernachtungssteuer erhöht?
San Diego hat eine neue Staffelrate von 11,75 % bis 13,75 % eingeführt, die besonders Aufenthalte nahe des Kongresszentrums betrifft. Menlo Park hob die Hotelsteuer auf 15,5 % an, Hanford erhöhte von 8 % auf 12 %. Da Kalifornien keine einheitliche Staatsregelung eingeführt hat, variieren die Sätze stark je nach Stadt – ein genauer Blick auf die Buchungskosten lohnt sich daher besonders.


