23. October 2018 |
 
 
 

Touristensteuer: Schottland denkt drüber nach

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Wenn ein Reiseziel bei Touristen immer beliebter wird, dann stellen sich ganz automatisch früher oder später Fragen ein, die sich darum drehen, wie man mit den Massen umgehen soll. So nun auch in Schottland, insbesondere in Edinburgh.



Edinburgh Castle – eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Schottlands

Steigende Touristenzahlen bedeuten auch steigende Kosten – kommt nun die Touristensteuer in Schottland?

Die Touristenzahlen in Schottland ziehen massiv an. In den vergangenen Jahren seien diese in der Hauptstadt Edinburgh um fast 20 % gestiegen. Aber auch in den Highlands und auf der Isle of Skye sei ein enormer Zuwachs an Touristen zu beobachten. Das spült natürlich Geld in die Kassen. Es kostet aber auch. Denn je mehr Besucher an ein Reiseziel strömen, desto höher ist die Belastung für die Infrastruktur, die für die Touristen und vor allem für eine mögliche Rückkehr dieser Touristen unerlässlich ist. Soll doch alles attraktiv aussehen, um die Leute zu begeistern.

Touristensteuer in Edinburgh schon bald Tatsache?

Wie die britische Zeitung Evening Express berichtet, könnte eine Touristensteuer von nur einem Pfund pro Nacht alleine in Edinburgh rund 11 Millionen Pfund einbringen. Natürlich pro Jahr. Ein Vorschlag für diese Touristensteuer sei vom Stadtrat bereits auf den Weg gebracht worden und könnte nur den Anfang der Touristensteuer in Schottland darstellen. Denn auch die Kommune der Highlands denke bereits über eine solche Abgabe nach.

Doch es gibt auch viele, die von der Idee nicht begeistert sind. Sie befürchten, dass eine solche Touristensteuer und somit Mehrkosten für den Aufenthalt in Schottland die Reisenden künftig abschrecken könnten.

Eine Umfrage von Marketing Edinburgh hält laut der Zeitung The Scotsman dagegen. 92 % der befragten Touristen in dieser Umfrage sollen geantwortet haben, dass sie die Stadt auch besucht hätten, wenn sie pro Nacht eine Touristensteuer von einem Pfund hätten abdrücken müssen. 78 % gaben sogar an, dass sie sogar bei vier Pfund pro Nacht in die schottische Hauptstadt reisen würden.