Frankreich überrascht Familien mit einer echten Doppelnews: Seit dem 1. Juli 2026 rollt der brandneue TGV-M auf der Strecke Paris–Marseille – der modernste Hochgeschwindigkeitszug, den Frankreich je auf die Schiene gebracht hat. Gleichzeitig hat Brittany Ferries ein großzügiges Familienangebot aufgelegt: Kinder bis 15 Jahre fahren kostenlos auf allen Routen nach Frankreich und Spanien. Zwei Ereignisse, eine Botschaft: Der Familienurlaub in Frankreich wird 2026 günstiger, komfortabler und grüner – egal ob mit dem Zug oder der Fähre.

Der TGV-M ist da – was steckt hinter dem neuen Wunderzug?
Nach jahrelangem Warten ist es offiziell: Ab dem 1. Juli 2026 können Reisende den TGV-M besteigen – die neue Generation der französischen Hochgeschwindigkeitszüge von der SNCF, zunächst auf der Linie Paris–Marseille. Der TGV-M, auch als „Avelia Horizon“ bekannt, ist die fünfte Generation des französischen TGV – der erste vollständig neue Zug seit 2011. Produziert wird er in einer Partnerschaft zwischen SNCF und Alstom, für die SNCF Voyageurs 2018 insgesamt 115 Züge für mehr als vier Milliarden Euro bestellt hatte.
Ursprünglich sollte der TGV-M schon zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris an den Start gehen, doch Verzögerungen bei der Homologation und bei den Lieferungen schoben den Termin immer wieder hinaus. Im Mai 2026 erteilte die Europäische Eisenbahnagentur ERA schließlich die Marktzulassung – das entscheidende Dokument, das den kommerziellen Fahrgastbetrieb erlaubt.
Der Einsatz erfolgt schrittweise: Vier Züge fahren ab Juli 2026, acht ab September, und bis Ende 2026 sollen 13 Züge ausschließlich auf der Achse Paris–Lyon–Marseille im Einsatz sein. Diese Linie ist die meistbefahrene Frankreichs: Jährlich nutzen sie rund 30 Millionen Fahrgäste.
Was ist an Bord wirklich neu – und was bedeutet das für Familien?
Der TGV-M ist nicht einfach ein aufgehübschter alter Zug. Er bietet 740 Plätze pro Garnitur (ohne Bistro-Wagen) – rund 20 Prozent mehr als aktuelle TGV-Modelle – und punktet mit breiteren Sitzen, Streaming-fähigem WLAN, USB-C-Anschlüssen an jedem Platz sowie einem Bistro auf zwei Etagen.
Der Bistro-Wagen, jetzt „Voiture-bistrot“ genannt, erstreckt sich über zwei Ebenen – eine Premiere in der Geschichte des TGV. Der Raum ist als echte Begegnungszone gedacht, damit Reisende während der Fahrt miteinander in Kontakt kommen können. Die Fenster wurden vergrößert, um einen Panoramablick auf die Landschaft zu ermöglichen, und die Gemeinschaftsbereiche sind so gestaltet, dass man arbeiten, entspannen oder als Familie reisen kann. Für Kinder, die auf langen Zugfahrten schnell unruhig werden, ist das ein echter Pluspunkt: Beine vertreten, zum Bistro laufen, die Landschaft der Provence genießen.
Der TGV-M ist außerdem inklusiver gestaltet: Eine elektrische Plattform ermöglicht Fahrgästen mit eingeschränkter Mobilität das selbstständige Einsteigen.
Auch ökologisch setzt der neue Zug Maßstäbe: Im Vergleich zu den aktuellen Modellen verbraucht er 20 Prozent weniger Energie und verursacht 32 Prozent weniger CO₂-Emissionen – was ihn zu einem Vorreiter nachhaltiger Mobilität macht. Zudem ist er zu 97 Prozent recycelbar.
Wie bucht man einen Platz – und wie groß sind die Chancen wirklich?
Die Ticket-Buchung für Reisen vom 4. Juli bis zum 12. Dezember 2026 öffnete bereits am 11. März, und die Züge Richtung Mittelmeer sind oft schon früh ausgebucht. Nach Angaben verschiedener Buchungsplattformen können Reisende, die gleich nach Öffnung der Verkäufe zuschlagen, bis zu 50 Prozent des Ticketpreises sparen.
Realistisch betrachtet bleibt die Wahrscheinlichkeit, in diesem Sommer tatsächlich in einen TGV-M zu steigen, gering – die Flotte wächst schlicht noch langsam. Wer auf jeden Fall einen der neuen Züge erleben will, sollte Abfahrten ab Paris Richtung Lyon und Marseille ab Juli priorisieren und möglichst früh buchen. Die SNCF-App „SNCF Connect“ zeigt das verfügbare Zugmaterial bei der Buchung an.
Doch auch der Familienurlaub in der Provence, der Côte d’Azur oder in Lyon lässt sich wunderbar ohne TGV-M planen: In Ländern wie Frankreich wird der Zug 2026 zunehmend zum eigentlichen Reiseerlebnis – und nicht mehr nur zum Transportmittel. Immer mehr Familien profitieren davon, dass Bahnbetreiber flexiblere Sitzanordnungen und Spielbereiche für Kinder einführen.
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Brittany Ferries: Kinder bis 15 Jahre fahren gratis nach Frankreich
Parallel zur TGV-Revolution auf den französischen Schienen hat Brittany Ferries für Familien einen attraktiven Fähr-Deal aufgelegt. Der Fähranbieter lädt Familien ein, den Sommer zu genießen: Kinder bis 15 Jahre reisen kostenlos auf allen Routen nach Frankreich und Spanien – gültig bis zum 31. Oktober 2026.
Das Angebot gilt auf allen Brittany-Ferries-Strecken nach Frankreich und Spanien: Kinder bis 15 Jahre fahren zum Kindertarif gratis mit – vorausgesetzt, ein vollzahlender Erwachsener ist dabei. Das Angebot ist dabei bewusst breit gefasst: Es gilt nicht nur für eine bestimmte Route, einen speziellen Tickettyp oder Familien mit Auto.
Für den Herbst gibt es sogar eine weitere Aktion: Ein zweites Gratis-Kinder-Angebot deckt Reisen vom 16. Oktober 2026 bis zum 22. Februar 2027 ab – inklusive Herbstferien, Weihnachten und Februarferien – und musste bis spätestens 21. September 2026 gebucht werden.
Welche Routen eignen sich für Familien besonders?
Brittany Ferries ist die führende Fährgesellschaft auf dem westlichen und zentralen Ärmelkanal. Heute verbindet das Unternehmen Frankreich, das Vereinigte Königreich, Irland, Spanien und die Kanalinseln über ein Netz von zwölf Routen entlang des sogenannten Atlantikbogens.
- Portsmouth–Saint-Malo: Diese Strecke ist die beliebteste Nachtüberfahrt von Brittany Ferries und bietet einen direkten Zugang zu den Highlights der Bretagne – einschließlich des Mont Saint-Michel.
- Plymouth–Saint-Malo: Eine der Neuheiten im Programm ist die direkte Verbindung Plymouth–Saint-Malo: Die ersten Fahrten starteten im Dezember 2025 und kehrten für eine Reihe von Überfahrten von Februar bis März 2026 zurück.
- Portsmouth–Caen & Portsmouth–Cherbourg: Diese Routen empfehlen sich besonders für die Normandie und ersparen viel Fahrzeit gegenüber einer Einreise über Calais – vor allem wenn man Richtung westliche Normandie oder weiter in den Süden fährt.
Auf vielen Schiffen von Brittany Ferries gibt es Spielbereiche, Spielzimmer, Kinos und Unterhaltungsangebote sowie Essensmöglichkeiten – so wird die Überfahrt selbst zum Teil des Urlaubs, nicht bloß zur Anreise. Auf längeren Nachtfahrten sorgen komfortable Kabinen dafür, dass man ausgeruht am Ziel ankommt.
Wer mit Kindern anreist, sollte außerdem beachten: Nur der Passagiertarif für das Kind ist im Gratis-Angebot enthalten. Kabinen, reservierte Plätze, Mahlzeiten, Haustiere und sonstige Extras bleiben kostenpflichtig. Bei langen Überfahrten kann das die Gesamtrechnung spürbar beeinflussen – daher lohnt ein genauer Preisvergleich vor der Buchung.
Für eine Last-Minute-Reise nach Frankreich lohnt sich auch ein Blick auf spontane Fährangebote: Gerade außerhalb der Schulferien sind Überfahrten teils sehr günstig zu haben.
Bahn oder Fähre? Was lohnt sich für welche Familien?
Ob TGV-M oder Fähre – beide Optionen haben klare Stärken, je nachdem, wohin die Reise gehen soll und wie viel Gepäck die Familie hat.
- TGV-M ideal für: Städtereisen nach Paris, Lyon oder Marseille; Familien, die ohne Auto reisen; Paare mit Kindern, die Wert auf kurze Reisezeiten legen. Die Strecke Paris–Marseille wird in rund drei Stunden absolviert.
- Fähre ideal für: Familien mit viel Gepäck, Kinderwagen, Fahrrädern oder dem eigenen Auto; Urlaube in der Normandie oder Bretagne; alle, die die Überfahrt selbst als Erlebnis schätzen.
- Kombination möglich: Wer etwa in Paris startet und dann mit dem Auto durch die Normandie reist, könnte hinfahren per TGV und zurück per Fähre – oder umgekehrt.
Frankreich und andere europäische Länder investieren 2026 intensiv in familienfreundliche Bahnsysteme. Das Reisen per Zug ist für Familien mit Kindern die günstigere und entspanntere Option. Eltern mit kleinen Kindern kennen die Hürden: Sicherheitswarteschlangen am Flughafen, strenge Gepäckregeln, lange Einstiegsprozeduren und kaum Bewegungsfreiheit während des Fluges. Weder Zug noch Fähre setzen Familien diesen Belastungen aus.
Wer eine Städtereise nach Paris plant, findet im TGV-M die modernste Möglichkeit der Anreise – vorausgesetzt, man ergattert noch ein Ticket.
Ausblick: Was kommt noch auf die Frankreich-Bahn zu?
Der Süden der Bretagne profitiert seit Anfang 2026 von 21 zusätzlichen Zugverbindungen dank eines Express-Service-Abkommens zwischen Quimper und Vannes. Und die Konkurrenz im Schienennetz wächst: Zwei Betreiber haben ihre Absicht bekundet, noch in diesem Jahr neue internationale Zuglinien in Betrieb zu nehmen – Evolyn plant Strecken Paris–London und Paris–Brüssel, während Iryo (Spanien) verschiedene Frankreich-Spanien-Routen vorbereitet.
Insgesamt wurden 2026 fünf neue internationale Bahnlinien lanciert, um Reisende zu ermutigen, das Flugzeug gegen den Zug einzutauschen. Frankreich ist dabei auf einer klaren Mission: Das Land will nicht nur Züge fahren lassen, sondern das Reisen per Bahn und Fähre zum echten Familienerlebnis machen.
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Häufige Fragen zu TGV-M und Fähre für Familien in Frankreich
Wann fährt der neue TGV-M und auf welcher Strecke?
Der TGV-M (Avelia Horizon) ist seit dem 1. Juli 2026 auf der Strecke Paris–Lyon–Marseille im Einsatz. Zunächst fahren vier Garnituren, bis September sollen es acht und bis Ende 2026 insgesamt 13 Züge sein. Langfristig ist ein Einsatz auf weiteren Linien geplant.
Wie buche ich ein Ticket für den TGV-M?
Tickets sind über die SNCF-App „SNCF Connect“ sowie auf der SNCF-Website erhältlich. Die Buchung für Fahrten vom 4. Juli bis 12. Dezember 2026 wurde am 11. März geöffnet. Frühbucher sparen laut Buchungsplattformen bis zu 50 Prozent gegenüber dem Vollpreis.
Was beinhaltet das Brittany Ferries Gratis-Kinder-Angebot genau?
Kinder bis 15 Jahre reisen zum regulären Kindertarif kostenlos mit – sofern ein vollzahlender Erwachsener dabei ist. Das Angebot gilt auf allen Brittany-Ferries-Routen nach Frankreich und Spanien bis zum 31. Oktober 2026. Kabinen, Mahlzeiten und Extras sind separat zu zahlen.
Welche Fährstrecken empfehlen sich für den Familienurlaub in der Normandie?
Besonders empfehlenswert sind Portsmouth–Caen und Portsmouth–Cherbourg. Diese Routen bieten einen guten Einstieg in die westliche Normandie und ersparen viel zusätzliche Fahrzeit im Vergleich zu einer Einreise über Calais. Portsmouth–Saint-Malo ist ideal für die Bretagne und einen Besuch beim Mont Saint-Michel.
Ist der TGV-M umweltfreundlicher als frühere TGV-Modelle?
Ja, deutlich. Der TGV-M verbraucht 20 Prozent weniger Energie und verursacht 32 Prozent weniger CO₂-Emissionen als die aktuellen TGV-Flotten. Außerdem ist er zu 97 Prozent recycelbar – ein klarer Fortschritt in Richtung nachhaltiger Mobilität.
Gibt es auch Familienangebote für den Herbst und Winter auf der Fähre?
Ja: Brittany Ferries hat ein zweites Kinder-gratis-Angebot für den Zeitraum 16. Oktober 2026 bis 22. Februar 2027 angekündigt, das die Herbstferien, Weihnachten und die Februarferien abdeckt. Die Buchungsfrist für dieses Angebot lief bis zum 21. September 2026.



