Seit dem 22. September 2026 warnt Kroatiens staatlicher Wetterdienst DHMZ vor gefährlichen Wetterlagen deutlich genauer als bisher – auf Ebene der 20 Gespanschaften statt wie bisher in lediglich acht Großregionen. Für Familien, die in Dalmatien, Istrien oder an der Kvarner Bucht Urlaub machen oder noch planen, ist das eine wichtige Neuerung: Wo früher eine einzige Warnung ein riesiges Gebiet abdeckte, erfahren Sie künftig punktgenau, ob Ihr Ferienort wirklich betroffen ist. Lesen Sie hier, was das im Alltag bedeutet und wie Sie Ihre Kroatien-Reise sicher planen.

Was hat sich am 22. September 2026 konkret geändert?
Das Staatliche Hydrometeorologische Institut (DHMZ) gibt seit Dienstag, dem 22. September 2026, meteorologische Warnungen vor gefährlichen Wetterphänomenen für das kroatische Festland nach administrativer Gliederung – nach Gespanschaften – heraus. Das bisherige System, in dem das Festland in lediglich acht große, nach klimatologischen Merkmalen definierte Vorhersageregionen unterteilt war, wird durch eine detailliertere Übersicht für 20 Gespanschaften und die Stadt Zagreb ersetzt.
Das alte System führte oft zu Vorhersagen, die für lokale Gebiete nicht spezifisch genug waren. So umfasste beispielsweise die alte „Region Zagreb“ gleich sechs Gespanschaften sowie die Hauptstadt selbst. Für Urlauberfamilien bedeutete das in der Praxis: Eine orangefarbene Warnung erschien auf der Karte, und man wusste nicht, ob der eigene Campingplatz bei Šibenik oder die Ferienwohnung auf Brač wirklich betroffen war – oder nur ein Gebiet 200 Kilometer entfernt.
Ab dem 22. September geben die Forecaster des DHMZ Warnungen nun nach Landkreisen heraus. Statt der bisherigen acht klimatologischen Regionen werden Warnungen für 20 Landkreise und die Stadt Zagreb ausgegeben, und eine neue, räumlich detailliertere Übersicht ist auf meteo.hr verfügbar. Bürgerinnen und Bürger können nun einfacher prüfen, ob eine Warnung für ihr Gebiet gilt.
Warum kommt die Reform gerade jetzt?
Der Generaldirektor des DHMZ, Dr. Ivan Güttler, betont, dass die Anpassung des Frühwarnsystems unerlässlich sei – vor allem wegen der durch den Klimawandel immer häufiger auftretenden Extremwetterlagen. Das spiegelt auch die Erfahrungen des Sommers 2026 wider: Nach Angaben des kroatischen Wetterdienstes lag die Atmosphäre nach der langen Hitzeperiode stark aufgeladen über dem Meer – ideale Bedingungen für die heftigen Stürme, die anschließend über mehrere Küstenabschnitte zogen. Örtlich schlossen Behörden Strände, Fährverbindungen wurden ausgesetzt, einzelne Regionen kämpften mit Vegetationsbränden.
Ein Wettersystem erstreckte sich zeitweise über weite Teile des westlichen, zentralen und nördlichen Mittelmeers – von Ostspanien über Südfrankreich, Italien und Österreich bis nach Slowenien und Kroatien. Die Experten warnten dabei vor extremen Begleiterscheinungen – sogar die Bildung von Tornados war möglich. In solchen Lagen fehlte bislang eine räumlich feine Warnung, die Familien am Ferienwohnungsbalkon in Makarska sagten: „Euch betrifft das jetzt wirklich.“
Die Änderung ist besonders relevant für Kroatien wegen der vielfältigen Geographie des Landes. Die Wetterbedingungen können sich zwischen Küsten-, Gebirgs- und Kontinentalgebieten erheblich unterscheiden, während einzelne Landkreise auch große und geographisch diverse Gebiete abdecken.
Was das neue System für Familien im Kroatien-Urlaub bedeutet
Ob Sie mit Kindern gerade in einer Lastminute-Unterkunft an der Küste sitzen oder Ihren Kroatien-Pauschalurlaub für den Herbst noch planen: Das neue DHMZ-System macht Ihren Alltag als Reisefamilie konkreter und sicherer. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Präzisere Karte auf meteo.hr: Die Neuerung wird auf der offiziellen Website meteo.hr überwacht. Dort können Bürgerinnen und Bürger mithilfe einer räumlich detaillierteren Karte viel einfacher und schneller prüfen, ob für ihren Wohnort, ihren Aufenthaltsort oder ihr geplantes Reiseziel gefährliches Wetter gilt.
- Mehr Details zur Warnung: Die Detailtabelle enthält den genauen Beginn und das Ende der Warnung, eine detaillierte Beschreibung der zu erwartenden Wetterbedingungen, mögliche Folgen und Handlungsempfehlungen.
- Schnellere Notfallhilfe: Das neue, detailliertere System hilft nicht nur den Bürgern bei der Planung, sondern ist auch eine enorme Erleichterung für den Zivilschutz. Rettungskräfte und Ausrüstung können so im Notfall schneller und zielgerichteter in die betroffenen Gebiete entsandt werden.
- Warntimeline: Eine neue und detailliertere Warnkarte wird auch auf der DHMZ-Website eingeführt. Die Warntimeline liefert zusätzliche Informationen und ermöglicht es Nutzern zu sehen, welche Warnungen bereits vergangen, welche aktuell aktiv und welche im Laufe des Tages noch zu erwarten sind.
- Wettertypen bleiben gleich: Die Wettertypen, für die Warnungen ausgegeben werden, bleiben für das kroatische Festland die gleichen. Dazu gehören Wind, Regen, Nebel, Schnee und Eis, Gewitter sowie außergewöhnlich hohe und außergewöhnlich niedrige Temperaturen.
Wie war die Wetterlage in Kroatien im Sommer und Herbst 2026?
Der Sommer 2026 forderte Kroatien-Reisende auf mehreren Ebenen heraus. Für die Regionen Rijeka und Split galt laut DHMZ die Gefahrenstufe 1 von 3 (gelb, mäßig), für die Region Dubrovnik sogar die Gefahrenstufe 2 (orange, hoch). Gleichzeitig blieben weite Teile der Küste traumhaft: Die Wassertemperaturen lagen mit 24 bis 25 Grad sommerlich, und in weiten Teilen Dalmatiens pendelten sich die Lufttemperaturen bei 30 bis 32 Grad ein.
Anfang September gab es dann eine markante Wetterumstellung: Nach einem weiteren Sommerhitzeschub war Kroatien für die darauffolgende Woche auf einen deutlichen Wetterumschwung eingestellt, mit Temperaturen, die um mehr als 10 °C fallen und mit starken Regenfällen im ganzen Land. Vor dem großen Wetterumschwung konnten noch einige weitere Hitzetage erwartet werden. Mäßige Hitzewarnungen des DHMZ wurden für mehrere Tage herausgegeben.
Der August brachte dramatische Unwetter: Der kroatische Wetterdienst DHMZ wies auf die Gefahr hin. Zunächst waren vor allem die Gebiete rund um Rijeka und Gospić von möglichen Gewitterstürmen betroffen. Im Laufe des Tages und der kommenden Nacht verschärfte sich die Lage und dehnte sich auf weite Teile des Landes aus. Mit Ausnahme der Regionen rund um Knin stand fast ganz Kroatien unter gelbem Meteoalarm.
Brandgefahr und weitere Naturrisiken: Was Familien beachten sollten
Neben Gewittern und Starkregen gibt es weitere Naturrisiken, die Familien auf dem Schirm haben sollten. Vor allem in den Sommermonaten kommt es in Kroatien aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. In den Gebieten von Lokva Rogoznica, Pelješac und Ninski Stanovi sind zuletzt Brände ausgebrochen. Die kroatischen Behörden sind weiterhin im Einsatz. Folgen Sie unbedingt den Anweisungen der Feuerwehr und der lokalen Behörden. Sollten Sie aufgefordert werden, Ihren Aufenthaltsort zu verlassen, tun Sie dies unverzüglich.
Besonderes Augenmerk gilt Kindern: Vor allem Säuglinge, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit chronischer Erkrankung sind bei hohen Temperaturen besonders belastet, und es ist besondere Vorsicht geboten. Schützen Sie Ihren Nachwuchs mit ausreichend Flüssigkeit, Sonnenschutz und konsequenten Mittagspausen im Schatten – gerade wenn die Wetterampel bereits auf Gelb oder Orange steht.
Kroatien liegt zudem in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann. Auch wenn starke Beben selten sind, lohnt es sich, Kinder kurz über einfache Verhaltensregeln aufzuklären – und im Notfall die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.
Wer nach dem Herbst-Wechselwetter noch eine naturnahe Reise in Kroatien plant, findet jetzt ideale Bedingungen: Gegen Ende September beginnt das Wetter in Kroatien sich allmählich abzukühlen. Küstengebiete erleben leicht niedrigere Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad, während das Meer zum Schwimmen einlädt. Im Landesinneren ist der Temperaturrückgang deutlicher, mit Werten zwischen 15 und 18 Grad. Dieser Übergang bringt ein wunderschönes Herbstlaub in den Binnenregionen und bietet malerische Landschaften für Naturliebhaber und Wanderer.
Praktische Tipps für Familien: So nutzen Sie die neuen Wetterwarnungen richtig
- Täglich auf meteo.hr checken: Schauen Sie regelmäßig auf die Seite des kroatischen Wetterdienstes (meteo.hr) oder in Ihre Wetter-Apps. Die neue Karte zeigt auf einen Blick, welche Gespanschaft betroffen ist.
- Warntimeline lesen: Klicken Sie auf die Detailtabelle unter der Karte, um Beginn, Ende und konkrete Handlungsempfehlungen zur jeweiligen Warnung zu sehen.
- Lose Gegenstände sichern: Egal ob auf dem Campingplatz oder dem Balkon der Ferienwohnung – sichern Sie lockere Gegenstände gegen den Wind. Das gilt besonders für Spielzeug, Sonnenschirme und Strandausrüstung.
- Fährverbindungen vorab prüfen: Bei orangefarbenen oder roten Warnungen können Fährverbindungen zu kroatischen Inseln kurzfristig ausfallen. Planen Sie bei Inselausflügen stets einen Puffertag ein.
- Reiseunterlagen griffbereit halten: Reisende – auch Kinder – müssen sich durch gültige Reisepässe oder Personalausweise ausweisen können. Führerscheine oder Geburtsurkunden für Kinder genügen nicht.
- Auswärtiges Amt im Blick behalten: Verfolgen Sie die Reise- und Sicherheitshinweise zu Kroatien auf der Webseite des Auswärtigen Amts oder in der App „Sicher Reisen“. So bleiben Sie auch bei kurzfristigen Lageänderungen informiert.
Was ändert sich für den HerbstUrlaub in Kroatien?
Gerade der Herbst gilt bei Familien als Geheimtipp für Kroatien: weniger Betrieb an den Stränden, günstigere Preise, angenehme Temperaturen und eine atemberaubende Natur. Extremwetter und Traumurlaub liegen 2026 oft nur wenige Kilometer auseinander. Mit dem neuen DHMZ-Warnsystem haben Sie nun aber ein verlässlicheres Werkzeug, um die richtige Region zur richtigen Zeit zu wählen – und spontan auf Wetterwechsel zu reagieren.
Egal ob Einheimischer oder Tourist – die Umstellung des DHMZ ist eine hervorragende Nachricht für alle, die in Kroatien unterwegs sind. Ein regelmäßiger Blick auf die offiziellen Warnungen hilft ab sofort noch besser dabei, sich vor gefährlichen Wetterextremen zu schützen und Reisen sicher zu planen. Das gilt umso mehr, wenn Kinder mit dabei sind.
Planen Sie Ihren nächsten Kroatien-Urlaub oder suchen Sie noch nach einem spontanen Angebot? Unsere Übersichten zu Kroatien Lastminute und aktuellen Reise-News helfen Ihnen dabei, informiert und sicher zu reisen.
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Häufige Fragen zu Kroatien, Wetter und Unwetterwarnung
Was ist das neue DHMZ-Warnsystem und wann gilt es?
Seit dem 22. September 2026 gibt der kroatische Wetterdienst DHMZ Unwetterwarnungen für das Festland auf Ebene der 20 Gespanschaften und der Stadt Zagreb heraus – statt bisher acht Großregionen. Die neuen Warnungen sind auf meteo.hr mit einer räumlich detaillierten Karte und einer Warntimeline abrufbar. Das System gilt für das kroatische Festland; für die Inseln gelten weiterhin gesonderte maritime Warnungen.
Welche Unwetterwarnfarben gibt es in Kroatien und was bedeuten sie?
Kroatien verwendet – wie in Europa üblich – drei Warnstufen: Gelb (Stufe 1, mäßige Gefahr), Orange (Stufe 2, hohe Gefahr) und Rot (Stufe 3, sehr hohe Gefahr). Bei Oranger oder Roter Warnung sollten Familien Ausflüge und Bootsfahrten unbedingt verschieben und den Anweisungen der lokalen Behörden folgen.
Sind Reisewarnung und Wetterwarnung dasselbe?
Nein. Eine Wetterwarnung des DHMZ informiert über gefährliche Wetterphänomene wie Gewitter, Sturm oder Hitze und wird lokal ausgegeben. Eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist ein politisch-behördliches Instrument, das bei großräumigen Sicherheitslagen (z. B. flächendeckende Evakuierungen, geschlossene Flughäfen) ausgegeben wird und weitreichende Reiserechte auslösen kann.
Kann ich wegen eines Unwetters in Kroatien kostenlos von meiner Pauschalreise zurücktreten?
Das hängt vom Ausmaß der Wetterlage ab. Eine gewöhnliche Hitzewelle oder einzelne Gewitter begründen in der Regel kein kostenloses Rücktrittsrecht. Erst wenn eine amtliche Reisewarnung, eine großflächige Evakuierung oder unpassierbare Infrastruktur vorliegen, können Pauschalreisende unter Umständen kostenfrei stornieren. Lassen Sie sich im Zweifel rechtlich beraten.
Wie informiere ich mich während des Kroatien-Urlaubs am besten über das Wetter?
Der schnellste Weg ist die offizielle Website meteo.hr des DHMZ, die ab sofort eine Warnkarte auf Gespanschaftsebene bietet. Ergänzend empfiehlt sich die App „Sicher Reisen“ des Auswärtigen Amts sowie die Beachtung lokaler Medien und Behördenhinweise – besonders bei Waldbrand-Lagen.
Welche Naturgefahren gibt es in Kroatien außer Unwettern noch?
Kroatien liegt in einer seismisch aktiven Zone, sodass Erdbeben möglich sind. In den Sommermonaten besteht zudem Waldbrandgefahr, vor allem in der trockenen Macchia der dalmatinischen Küste. Familien sollten sich vor Reiseantritt über aktuelle Lageberichte informieren und die Hinweise des Auswärtigen Amts lesen.



