18. September 2018 |
 
 
 

Florenz kassiert Strafe für Essen auf der Straße

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Dass zahlreiche Touristendomizile Schritt für Schritt gegen ein Übermaß an Touristen vorgehen, ist nichts Neues. Doch allmählich nimmt die ganze Sache kuriose Auswüchse an, wie dieses Beispiel aus Florenz zeigt.



Die Ponte Vecchio in Florenz, Italien

Ponte Vecchio in Florenz.

Nicht jedes Reiseziel freut sich über die Massen an Touristen, die Jahr für Jahr herbeiströmen. Mallorca, Venedig, Thailand und viele weitere ächzen unter den Scharen von Touristen, die jedes Jahr  zwar Geld in die Kassen spülen, aber auch jede Menge negative Begleiterscheinungen mit sich bringen. Deshalb schränken viele Reiseziele bereits das Angebot an Ferienwohnungen, Reiserouten und den Ausschank von Alkohol ein. In Florenz setzt man jetzt noch einen drauf.

Zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten ist Essen auf der Straße strengstens verboten und eine hohe Geldstrafe droht – bis zu 500 Euro. Der Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, hat eine Vorschrift auf den Weg gebracht, die das Essen auf dem Gehweg oder vor Geschäften ab sofort zwischen 12:00 und 15:00 Uhr sowie zwischen 18:00 und 22:00 Uhr verbietet.

Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, gilt dies in vier Bereichen der Innenstadt von Florenz, und die sind – nicht gerade überraschend – wahre Touristen-Hot-Spots: die Via dei Neri, die Piazzale degli Uffizi, die Piazza del Grano und die Via della Ninna.

Manieren der Touristen lassen zu wünschen übrig

Zuletzt beschwerten sich die Anwohner vermehrt darüber, dass Müll auf den Straßen zurückgelassen werde. In einem Facebook-Post erklärte der Bürgermeister daher noch mal deutlich, dass sich dieses Verbot vor allem gegen die Touristen richte. Es sei wichtig und richtig, dass viele Menschen die Stadt erleben und bewundern könnten, aber unter der Bedingung, dass sie sie auch respektieren. Einige Touristen hätten hingegen keine Manieren und das dürfe man nicht tolerieren.

Betont wird, dass es sich bei diesem Verbot nicht um eine Strafmaßnahme handle, sondern um eine konkrete Abschreckung. Denn wer will schon bis zu 500 Euro Strafe dafür zahlen, dass er in einem bestimmten Zeitraum an einem bestimmten Ort auf offener Straße einen Snack zu sich nahm.