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Camping-Ranking 2026: Deutschland ist Europas Nummer 1 – und das sagen neue Zahlen zu Wandern & Aktivurlaub

Camping-Ranking 2026: Deutschland ist Europas Nummer 1 – und das sagen neue Zahlen zu Wandern & Aktivurlaub

Gleich zwei aktuelle Studien und Rankings aus September 2026 belegen, wie begehrt Deutschland als Aktivurlaubsziel ist: Das Berliner Buchungsportal camping.info hat auf Basis von mehr als 23.000 Campingplätzen in 44 Ländern die 100 meistgefragten Stellplätze der Saison 2026 ermittelt – und Deutschland stellt dabei mit 47 Einträgen fast die Hälfte der Spitzenliste. Gleichzeitig veröffentlichte der Caravaning Industrie Verband (CIVD) Ende August neue Rekordzahlen für das Jahr 2025. Zusammen mit dem historischen Übernachtungsrekord des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) zeichnen die Zahlen ein eindeutiges Bild: Aktivurlaub in Deutschland boomt wie nie.

Camping-Ranking 2026: Deutschland ist Europas Nummer 1 – und das sagen neue Zahlen zu Wandern & Aktivurlaub

Das camping.info-Ranking 2026: Deutschland schlägt alle – außer an der Spitze

Das Reise- und Buchungsportal camping.info hat das Nutzerverhalten von Millionen Campingurlaubern ausgewertet und die 100 gefragtesten Campingplätze der Saison 2026 ermittelt. Grundlage sind die Aufrufzahlen von mehr als 23.000 Campingplätzen in 44 Ländern zwischen Januar und September 2026. Das Ergebnis: Österreich setzt sich an die Spitze, während Deutschland mit Abstand die meisten Plätze im Gesamtranking stellt.

Im Gesamtbild ist Deutschland mit 47 der 100 gefragtesten Plätze das mit Abstand am stärksten vertretene Land, vor Österreich (23) und Italien (18). Wer in Europa campen möchte und sich online umschaut, landet also statistisch gesehen häufiger auf einer deutschen Seite als auf einer aus irgendeinem anderen Land. Das ist ein starkes Signal für die Attraktivität des heimischen Aktivurlaubs.

Insgesamt kommen fünf der Top-10-Plätze aus Österreich, drei aus Deutschland und zwei aus Italien. Die Alpenrepublik dominiert also die Spitze des Rankings. Diese Differenz lässt sich gut erklären: Österreichische Campingplätze punkten vor allem mit spektakulärem Bergpanorama, das international eine besondere Zugkraft entfaltet.

Deutschlands Top-Vertreter im europäischen Ranking

Welche deutschen Plätze haben es in die Top 10 geschafft? Als bester Vertreter Deutschlands belegt das Insel-Camp Fehmarn den siebten Platz. Die Anlage auf der Ostseeinsel spricht Urlauber an, die Küstenlandschaften, Strände und maritimes Flair bevorzugen.

Auf Platz 8 folgt das Camping Resort Zugspitze in Grainau bei Garmisch-Partenkirchen. Die unmittelbare Nähe zu Deutschlands höchstem Berg macht diesen Platz besonders attraktiv für Wanderer und Bergsportler. Der zehnte Platz wird vom Camping Willam auf der Insel Reichenau am Bodensee eingenommen. Die Lage in einer der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands bietet ideale Voraussetzungen für Badeurlaub, Fahrradtouren und Ausflüge in die Umgebung.

Auch abseits der Top 10 zeigt das Ranking starke regionale Streuung: Der Campingpark Kühlungsborn steht auf Rang 13 der 100 gefragtesten Campingplätze Europas und ist damit der bestplatzierte ostdeutsche Campingplatz der Auswertung und belegt Rang 13. Die Ostseeküste taucht noch ein weiteres Mal auf den vorderen Plätzen auf: Der Campingpark Ostseebad Rerik belegt Rang 15.

PiNCAMP: Deutsche Camper bleiben zuhause

Ein zweites aktuelles Ranking – das „PiNCAMP Most Wanted 2026″ des ADAC-Campingportals – bestätigt den Trend aus einer anderen Perspektive: 39 der 100 meistgefragten Campingplätze deutscher Camper liegen in Deutschland – neun mehr als im Vorjahr. Camping- und Ferienpark Wulfener Hals auf Fehmarn bleibt der Lieblings-Campingplatz der Deutschen. Schleswig-Holstein führt das Bundesländer-Ranking an.

Für besondere Bewegung an der Spitze sorgt Rosenfelder Strand Ostsee Camping in Schleswig-Holstein: Als höchstplatzierter Neueinsteiger erreicht der Campingplatz direkt Rang zwei. Das signalisiert, dass die Ostseeküste als Aktivurlaubsregion weiter an Beliebtheit gewinnt – ob beim Radfahren, Kiten, Schwimmen oder schlicht beim Naturerleben. Auf Naturreisen in Deutschland lohnt sich der Blick auf die gesamte norddeutsche Küste.

CIVD-Zahlen: Camping und Stellplatz auf Rekordhoch

Nicht nur die Online-Nachfrage, auch die realen Übernachtungszahlen sprechen eine klare Sprache. Die Saison im Freien hat in Deutschland zwei neue Höchststände hinterlassen. Nach Angaben des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), der seine Zahlen am 28. August 2026 vorgelegt hat, wurden 2025 rund 56 Millionen Gästeübernachtungen auf deutschen Campingplätzen gezählt. Hinzu kamen etwa 20 Millionen Übernachtungen auf Stellplätzen außerhalb von Campingplätzen.

Laut derselben Untersuchung liegen die Stellplatzübernachtungen um rund 48 Prozent höher als im Jahr 2016, die Campingübernachtungen stiegen 2025 um 13 Prozent. Beide Werte markieren nach Darstellung des Verbandes neue Höchststände.

Das Reisemobil und der Wohnwagen sind dabei weiterhin gefragt: In Deutschland sind laut CIVD weit über 1,8 Millionen Freizeitfahrzeuge zugelassen. Der wirtschaftliche Effekt des Caravaning-Tourismus lag 2025 bei fast 23 Milliarden Euro, nach rund 21 Milliarden Euro im Jahr davor. Wer sich für einen Urlaub in Deutschland entscheidet, trifft damit eine Entscheidung, die von Millionen geteilt wird.

Der große Rahmen: Deutschlandtourismus bricht erneut Rekord

All diese Camping- und Aktivzahlen fügen sich in ein noch größeres Bild: „Der Deutschlandtourismus hat 2025 das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt“, sagt Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV). Hotels, Pensionen und Campingplätze zählten laut dem Statistischen Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen 497,5 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland. Das sind 0,3 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024.

Der Rekord geht primär auf deutsche Urlauber zurück. Die Zahl der Übernachtungen von Inlandsgästen stieg um 0,7 Prozent auf 413,7 bis 414 Millionen. Damit macht der Inlandstourismus weiterhin den Löwenanteil aus und kompensiert Rückgänge bei ausländischen Besuchern.

Und der Aufwärtstrend setzt sich fort: Hotels, Gasthöfe, Pensionen und andere Beherbergungsbetriebe haben im ersten Halbjahr 2026 einen Übernachtungsrekord erzielt. Mit insgesamt 223,8 Millionen Übernachtungen wurde der bisherige Höchstwert aus dem Vorjahreszeitraum (223,1 Millionen) überboten. Wer noch Last-Minute nach Deutschland reisen möchte, findet also offensichtlich viele Gleichgesinnte.

Wandern: 39 Millionen Deutsche sind regelmäßig auf dem Weg

Camping und Wandern gehören im deutschen Aktivurlaub untrennbar zusammen. Die aktuellen Outdoor-Studien 2026 bestätigen: Wandern ist die wichtigste Outdoor-Sportart im deutschsprachigen Raum. Es liegt vor Aktivitäten wie Radfahren, Klettern oder Trailrunning.

Für 2026 lassen sich folgende realistische Größenordnungen angeben: rund 39 Millionen Menschen in Deutschland gehen regelmäßig wandern; deutlich mehr – über 40 Millionen – wandern zumindest gelegentlich. Damit ist Wandern ein Massenphänomen geworden.

Bemerkenswert ist auch, wer wandert: Über 12 Millionen Wanderer sind unter 40 Jahre alt. Männer und Frauen sind etwa gleich stark vertreten. Junge Erwachsene unter 35 Jahren nehmen deutlich zu; Familien mit Kindern nutzen Wandern als Freizeit- und Urlaubsaktivität; urban geprägte Zielgruppen entdecken „Mikroabenteuer“ im Umland. Für Reisende aller Altersgruppen bietet Deutschland damit passende Angebote.

Radreisen: Milliardenwirtschaft mit weiter großem Potenzial

Auch das Rad gehört fest zum deutschen Aktivurlaub. 37,4 Millionen Menschen waren 2023 im Urlaub oder auf Ausflügen mit dem Rad unterwegs. Bei den Radreisen mit drei Übernachtungen und mehr liegen die Gesamtausgaben zwischen sechs und sieben Milliarden Euro und bei den Tagesausflügen zwischen 14 bis 15 Milliarden.

Unter den Fahrradreisenden aus Deutschland ist der Radurlaub im eigenen Land mit Abstand am beliebtesten, gefolgt von Reisen innerhalb Europas. Das zeigt: Wer auf dem Sattel Urlaub macht, entscheidet sich bevorzugt für heimische Routen – ob Elberadweg, Donauradweg oder Bodenseeradweg. Einen guten Ausgangspunkt für Ihre Planung finden Sie in unserem Europa-Reisemagazin.

Was bedeuten diese Zahlen für Ihren Aktivurlaub?

Die Kombination aus Rekordübernachtungen, boomenden Camping-Zahlen und einem gewachsenen Wanderanteil zeigt: Deutschland hat sich als Aktivurlaubsdestination dauerhaft etabliert. Reiseexperten beobachten zwar Veränderungen im Reiseverhalten – die schwierige Wirtschaftslage führt zu kürzeren Urlauben, geringeren Ausgaben und weniger Geschäftsreisen. Der neue Übernachtungsrekord zeigt jedoch, dass die Reiselust der Deutschen trotz wirtschaftlicher Unsicherheit ungebrochen ist.

Die Tourismusbranche in Deutschland hat im Jahr 2025 einen neuen Rekord aufgestellt. Doch trotz der Bestmarke warnt der Deutsche Tourismusverband vor einer drohenden Investitionslücke in der touristischen Infrastruktur. Konkret geht es um Wanderwege, Radwege und Campinginfrastruktur, die mit der steigenden Nachfrage mithalten müssen. Die positive Halbjahresbilanz 2026 dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Infrastruktur nicht nur mit der steigenden Nachfrage, sondern auch mit den klimatischen Herausforderungen mithalten müsse, so der DTV.

Praktische Tipps für Ihren Aktivurlaub in Deutschland

  • Frühzeitig buchen: Die Top-Campingplätze wie Wulfener Hals auf Fehmarn oder Camping Resort Zugspitze sind in der Hauptsaison oft Monate im Voraus ausgebucht.
  • Schulterzeit nutzen: Mai/Juni und September/Oktober bieten angenehme Temperaturen, weniger Andrang und oft günstigere Preise.
  • Ostseeküste erkunden: Schleswig-Holstein führt das PiNCAMP-Bundesländer-Ranking an – mit einer dichten Dichte an top-bewerteten Plätzen direkt am Wasser.
  • Zugspitze als Basislager: Das Camping Resort Zugspitze eignet sich ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen und Klettertouren in den Bayerischen Alpen.
  • Bodensee-Dreiländereck: Der Campingplatz Reichenau kombiniert Kulturinsel, Radfahren und Wassersport auf engstem Raum.
  • E-Bike mitdenken: Immer mehr Campingplätze bieten Lademöglichkeiten für E-Bikes – perfekt für ausgedehnte Tagestouren ohne Erschöpfung.

Wer noch keine Unterkunft hat: Auf Städtereisen in Deutschland lassen sich Wanderausflüge und Stadtbesichtigungen wunderbar kombinieren – zum Beispiel von München als Basis für das Alpenvorland.

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Häufige Fragen zum Aktivurlaub in Deutschland 2026

Welche deutschen Campingplätze sind 2026 am gefragtesten?

Laut camping.info-Ranking (basierend auf Seitenaufrufen Januar–September 2026) sind die drei bestplatzierten deutschen Anlagen in den Europa-Top-10 das Insel-Camp Fehmarn (Platz 7), das Camping Resort Zugspitze in Grainau (Platz 8) und das Camping Willam auf der Insel Reichenau am Bodensee (Platz 10). Unter deutschen Campern ist laut PiNCAMP der Camping- und Ferienpark Wulfener Hals auf Fehmarn die Nummer 1.

Wie viele Campingübernachtungen gab es 2025 in Deutschland?

Nach Angaben des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD) wurden 2025 rund 56 Millionen Gästeübernachtungen auf deutschen Campingplätzen gezählt – ein neuer Höchststand. Hinzu kamen rund 20 Millionen Übernachtungen auf Stellplätzen außerhalb klassischer Campingplätze.

Wie viele Menschen wandern in Deutschland?

Aktuellen Outdoor-Studien 2026 zufolge wandern rund 39 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig, über 40 Millionen zumindest gelegentlich. Wandern gilt damit als die wichtigste Outdoor-Sportart im deutschsprachigen Raum und liegt noch vor Radfahren und Klettern.

Hat Deutschland 2025 einen Tourismusrekord aufgestellt?

Ja. Laut Statistischem Bundesamt und Deutschem Tourismusverband (DTV) verzeichneten Beherbergungsbetriebe 2025 insgesamt 497,5 Millionen Übernachtungen – der höchste je gemessene Wert. Im ersten Halbjahr 2026 wurde dieser Aufwärtstrend mit 223,8 Millionen Übernachtungen weiter fortgeschrieben.

Warum dominiert Österreich die Spitze des camping.info-Rankings, obwohl Deutschland mehr Plätze hat?

Österreichs Campingplätze punkten vor allem mit dramatischem Alpenpanorama und hoher internationaler Bekanntheit. Im Gesamtranking – also bezogen auf alle Top 100 – stellt Deutschland mit 47 Einträgen fast die Hälfte aller Plätze. An der absoluten Spitze schlägt das Bergpanorama der Alpen jedoch auch die deutschen Ostsee- und Seenlandschaften.

Welches Bundesland eignet sich besonders für Camping-Aktivurlaub?

Schleswig-Holstein führt das Bundesländer-Ranking der meistgesuchten deutschen Campingplätze (PiNCAMP Most Wanted 2026) an. Mecklenburg-Vorpommern folgt mit gleich vier Plätzen in den Europa-Top-100. Bayern überzeugt mit der Zugspitzen-Region als Wanderbasislager, Baden-Württemberg mit dem Bodensee-Dreiländereck.

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