20. August 2017 |
 
 
 

Was Urlauber bei All-Inclusive-Reisen erwarten dürfen

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Hotel

Viele All-Inclusive-Urlauber erleben im Urlaub oft eine böse Überraschung

Leckere Drinks, ein großes Buffet und von allem so viel man möchte.Mancher Urlauber denkt bei All-Inclusive-Reisen bekommt man alles was das Herz begehrt. Doch viele erleben in dieser Hinsicht oftmals eine Überraschung.

Bei der gebuchten Reise mit All-inclusive-Paket müssen die Gäste satt werden, jedoch nicht immer jeden kulinarischen Wunsch erfüllt bekommen. Was ein Hotel seinen All-inclusive-Gästen bieten muss, ist nicht genau festgelegt.
Holger Hopperdietzel, Reiserechtler und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht erklärt, dass es sich anders als bei Voll- oder Halbpensionen bei All-inclusive-Reisen nicht um einen genormten Verpflegungsstandart handelt, an den bestimmte Leistungen geknüpft sind.

Richter knüpfen keine hohen Erwartungen an All-Inclusive-Pakete

Wie die Rechtsprechung in den vergangenen Jahren gezeigt hat, knüpfen Richter keine hohen Forderungen an ein All-Inclusive-Paket.
„Die Faustregel ist: Wenn ich keine Lebensmittel hinzukaufen muss, ist es bereits All-Inclusive!“, so Hopperdietzel zum Nachrichtenmagazin Focus.
Drei Hauptmahlzeiten sowie eine kleine Auswahl an alkoholfreien Getränken und alkoholische Drinks aus dem regionalen Handel – viel mehr sollten Urlauber nicht erwarten. Wenn sie also beispielsweise auf einer Nilkreuzfahrt ägyptisches und kein deutsches Bier serviert bekommen, haben sie kein Recht zu klagen.

Anspruch auf Markenprodukte nur bei entsprechendem Angebot des Reiseveranstalters

Auf internationale Spirituosen, Speisen á la carte und Marken-Cola haben Urlauber nur Anspruch, wenn im Katalog des Reiseveranstalters ein entsprechendes Angebot beworben wurde.
„In erster Linie sind All-Inclusive- und auch die neuen sogenannten Ultra-All-Inclusive-Angebote Marketing-Gags.“, sagt Hopperdietzel. „Einklagbar ist aber immer nur die Leistung, die im Reisevertrag vereinbart ist.“