21. October 2017 |
 
 
 

Geheimtipp Ladakh

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Das Nubra Tal in LadakhKein Wunder, dass die nordindische Region Ladakh immer noch als Geheimtipp gilt. Erst 1974 wurde Ladakh offiziell für den Fremdenverkehr geöffnet.

Die Lage Ladakhs ist spektakulär. Auf über 3000 Meter Seehöhe, umgeben von gewaltigen Bergen ist der Anflug auf die Hauptstadt der Region, Leh, bereits ein Erlebnis. In Leh angekommen bemerkt man sofort, dass die Gebirgsluft sauerstoffarm ist, was sich in hohem Puls und zittrigen Knien äußert. Man sollte sich unbedingt einen Ruhetag im Hotel gönnen, um sich an die anspruchsvollen klimatischen Bedingungen zu gewöhnen.

Zwar kann man in Leh den Königspalast oder so manches Kloster besuchen, ansonsten ist die Provinzhauptstadt aber eher ruhig, was einen starken Kontrast zu belebten indischen Metropolen wie Dheli oder Kalkutta darstellt. Die circa 18.000 Bewohner von Leh sind mehrheitlich Tibeter.

Hippies aus Europa und Amerika, die in den 70igern die Ruhe und Spiritualität der Region suchten haben zur Öffnung für den Tourismus beigetragen. Heute sind es weniger die Hippies, sondern vorwiegend Rucksackreisende, die die Region erkunden. Obwohl die Region mit den zahlreichen Klöstern, der atemberaubenden Landschaft und der Ruhe beschaulich wirkt ist die militärische Präsenz in Ladhak groß, da es in der Vergangenheit immer wieder zu Auseinandersetzungen mit den Nachbarstaaten China und Pakistan gekommen ist. Die gängigen Reiserouten, auf denen sich die Touristen bewegen, sind aber sicher.

Natürlich ist Ladhak die perfekte Gegend für Trekkingtouren. Dabei ist gute Ausrüstung besonders wichtig, da die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht extrem sind. Auch Trittsicherheit ist unbedingt gefragt, da die alten Karawanenpfade an steilen Felswände entlang führen. Auch per Auto inklusive ortskundigem Fahrer kann man Tempel und andere Sehenswürdigkeiten entdecken. Das Thiksey-Kloster zum Beispiel ist ein beliebtes Ziel. Auf dem Weg dorthin muss man zwei Indusbrücken überqueren und auch an jeder Menge Gläubigen kommt man vorbei, die ebenfalls zum Kloster pilgern. Der Großteil der Ladakhi sind Buddhisten tibetischer Prägung. Die zweitgrößte Glaubensgruppe sind die Muslime. Auch das auf 3450 Meter gelegene Rizong-Kloster ist ein spektakulärer Anblick. Weiße Mauern und rotbraune Balkone vor einer grauen Bergwand.

Das Naturschauspiel das man jeden Tag in Ladhak erleben kann fasziniert alle Besucher. Atemberaubende Wolkenformationen und ein Lichtspiel, das man sonst wohl nirgends zu sehen bekommt. Wer Lust auf eine ruhige, aber ebenso faszinierende Facette Indiens hat, der ist in Ladhak genau richtig.