25. September 2017 |
 
 
 

Balearen und Kanaren erwägen Touristen-Limit

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Hotels und Strände voller Touristen gehören während der Sommermonate zum Alltag auf den Lieblingsinseln der Deutschen. Die neuen Regierungen der Balearen und Kanaren sind sich über die Erschöpfung der Aufnahmekapazitäten bewusst und ziehen nun ein Touristen-Limit in Erwägung.

Kanaren

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Die Regierungen der Kanaren und Balearen haben sich gleich nacheinander über eine Beschränkung des Tourismus auf den Inseln ausgesprochen. In einem Interview mit der spanischen Zeitung „El País“ hat sich der neue Ministerpräsident der Kanaren, Fernando Clavijo, kritisch über den All-Inclsive-Tourismus geäußert.

Laut diesem ist es unprofitabel, „wenn zwar 20 Millionen Gäste kommen, diese aber die Vielfalt der Angebote nicht nutzen, weil sie All-Inclusive buchen“. Aus Rücksicht auf die Umwelt und auf die restliche Wirtschaft müsse eine Regelung zur Begrenzung der Touristenzahl eingeführt werden.

Auch der Tourismusminister der Balearen, Biel Barceló, zieht ein Touristenlimit für die Hochsaison in Betracht. Die Regierung ist sich über die „total erschöpfte“ Auslastung der Aufnahmekapazitäten insbesondere während der Sommermonate bewusst.

Um den Tourismus auch während der Hauptsaison wachsen zu lassen gibt es laut Barceló viel Spielraum. Rund 80 Prozent der jährlichen 14 Millionen Touristen kommen im Sommer auf die Mittelmeerinsel Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera. Die neue Regierung von Palma möchte neben einem Touristen-Limit auch eine bereits zuvor angekündigte Touristenabgabe einführen.

Durch die Pläne der Regierung droht der Verlust vieler Gäste und somit eine finanzielle Krise für viele Hotels und Betriebe, da die Urlaubsinseln  hauptsächlich vom Tourismusgeschäft leben.