20. August 2017 |
 
 
 

Touristen bringen Geld nach Frankfurt

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Tourismus in Frankfurt

Frankfurt nimmt mit dem Tourismus viel Geld ein

Die Anzahl der Übernachtungsgäste in Frankfurt wächst und wächst.
Die Stadt liegt inzwischen unter den Top-20-Städten Europas auf Platz vier. Das meiste Geld bringen jedoch die Tagestouris.

Der stellvertretende Geschäftsführer von Dwif Consulting, Lars Bengsch ist einer von 210.000. Er kam von München nach Frankfurt um eine Studie zu präsentieren. In dieser Studie geht es um den Wirtschaftsfaktor Tourismus in Frankfurt – also auch um ihn selbst.

Denn von den fast 66 Millionen Tagen, welche Tagestouristen pro Jahr in Frankfurt verbringen, entfällt rund ein Drittel auf Menschen wie Bengsch, welche aus geschäftlichen Gründen nach Frankfurt kommen, ohne zu übernachten. Die restlichen zwei Drittel machen private Ausflüge, der Tagestourismus ist damit das größte Segment. „Tagestouristen sind elementar für die Grundausladtung.“, sagt Lars Bengsch der Frankfurter Rundschau.

Im Tagestourismus geht es Frankfurt auch besser als Hessen, oder besser gesagt: weniger schlecht.
Denn wenn man sich die Vorgängeruntersuchung von 2007 anschaut, hat sich die Zahl in Frankfurt um 13 Prozent verringert, in Hessen dagegen um 19 Prozent.

Gewerbliche Übernachtungen in zehn Jahren fast verdoppelt

Übernachtungsgäste verbessern die Bilanz. Rechnet man die Verwandtenbesuche dazu, so konnte Frankfurt mit den Übernachtungsgästen 2008 fast 80 Millionen Aufenthaltstage zählen.
Die gewerblichen Übernachtungen haben sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt.
Damit liegt Frankfurt unter den Top-20-Städten in Europa auf Platz vier.

Die Stadt profitiert laut der Dwif-Studie, welche von der IHK, dem Dehoga-Kreisverband und der Stadt durchgeführt wurde, sehr vom Tourismus: Beinahe 2,3 Milliarden geben die Tagestouristen pro Jahr aus. Übernachtungsgäste spulen 1,6 Milliarden Euro in die Kassen.
Insgesamt liegt der Umsatz bei gut vier Milliarden Euro.
Wenn man davon Bundes- und Landessteuern ab sowie die Ausgaben für Vorleistungen ab, ergibt sich laut Dwif eine Summe von 1,85 Milliarden Euro, die von den Ausgaben der Touristen in der Stadt bleibt. Allein die anteiligen Steuereinnahmen der Stadt durch Touristen liegen bei 100 Millionen Euro.
Markus Franz, Wirtschaftsdezernent freue sich in der Frankfurter Rundschau nicht nur darüber: „Der Tourismus ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt, sondern schafft auch ein Beschäftigungsvolumen von rund 68.000 Arbeits- und Ausbildungsplätzen.“
In erster Linie profitiert von dem Geld der Touristen der Einzelhandel mit gut 36 Prozent.
Die Gastronomie folgt auf dem zweiten Platz mit knapp einem Viertel, dann folgt erst die Beherbergungsbranche mit 19 Prozent.