18. November 2017 |
 
 
 

Luftverkehrsabgabe: Ticketpreise steigen

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Aufgrund der neu eingeführten Luftverkehrsabgabe ist ein Anstieg der Ticketpreise in Deutschland zu verzeichnen. Im Vorfeld hatten Tourismusorganisationen, Airlines, Flughafenvereinigungen sowie Verkehrs- und Reiseclubs bereits vor den höheren Flugticketpreisen im neuen Jahr gewarnt. Die Bundesregierung hatte 2010 die Luftverkehrsabgabe beschlossen.

 

Zahlen des Statistischen Bundesamtes deuten nun darauf hin, dass Airlines die Mehrausgaben an die Fluggäste weitergeben indem die Ticketpreise erhöht werden. Das Bundesamt für Statistik teilte Anfang Februar mit, dass Flüge innerhalb der Bundesrepublik Deutschland im Januar 2011 im Durchschnitt 8,3 Prozent teurer waren als noch im Dezember 2010. Rund um den Jahreswechsel nach Ende der Urlaubssaison sinken die Preise im Normalfall. Das Bundesamt erklärte, dass zum ersten Mal überhaupt Flüge in einem Januar teurer gewesen seien als im vorangegangenen Reisemonat Dezember. Bezieht man die Flugabgabe nicht in die Zahlen mit ein, wären die Flugpreise von Dezember 2010 auf Januar 2011 rechnerisch im Durchschnitt um 3,4 Prozent gefallen. Auch auf Auslandsflüge wirkte sich die Abgabe direkt aus.

Die jeweilige Steuer richtet sich nach Entfernung und wird in drei Stufen berechnet. Europäische Kurzstrecken und Inlandsflüge schlagen mit acht Euro zu Buche. Für Mittelstreckenziele werden 25 Euro berechnet und Langstreckenflüge kosten 45 Euro Steuern. Von der Luftverkehrsabgabe sind Passagiere ausgenommen, die keine längeren Zwischenstopps einlegen und in Deutschland nur umsteigen.