20. October 2017 |
 
 
 

Fluggesellschaften spüren die Auswirkungen der Krise

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fluggesellschaften kriseDie Airlines Quantas und Air France sehen sich gezwungen, Sparmaßnahmen zu ergreifen. Dabei geht es unter anderen auch um Arbeitsplätze. Die australische Quantas will zum 1. Juli zwei Geschäftsbereiche schaffen – einen inländischen sowie einen internationalen. Insbesondere die Flaute bei den Auslandsflügen ist für den Entschluss verantwortlich. Eine massive Kostensenkung wird angestrebt. Auch bei Air France wird sich einiges ändern.

Weitreichender Stellenabbau

Die Verantwortlichen planen weitreichende Stellenstreichungen, berichtet das Nachrichtenportal pressetext. „Air France muss nun dramatische Maßnahmen treffen und sich schlanker aufstellen“, so Luftfahrtexperte Kurt Hofmann im Interview mit pressetext. Die Australier teilen das Geschäft als Aspekt eines Fünf-Jahres-Plans. Somit will man die Zahlen im internationalen Flugverkehr wieder ankurbeln und gleichzeitig die Kosten verringern. Von „Down Under“ aus sind Auslandsflüge gleichbedeutend mit Langstreckenflügen. Die hohen Betriebskosten liegen demnach am hohen Treibstoffverbrauch, sagt Hofmann.

Quantas verschiebt Airbus-Kauf

Bereits im Februar hatte Quantas angekündigt, die Investitionen um 400 Millionen zu senken und 500 Mitarbeiter zu entlassen. Eigentlich wollte man im kommenden Jahr zwei neue Airbus A 380 kaufen, den Kauf verschiebt man nun. Noch ein bisschen prekärer ist die Situation bei Air France. Laut der Tageszeitung „Le Figaro“ streicht man hier bis 2015 rund 5.000 Stellen. Das Management gab dazu bislang keinen Kommentar ab.

„Die Luftfahrt in der EU verändert sich, somit muss sich auch Air France verändern und effizienter werden“, sagt Hofmann. Den großen Stellenabbau will man mittels „natürlicher Fluktuationen, freiwilligen Abschieden und einem Abfindungsprogramm“ bewerkstelligen. Bis Ende 2014 will Konzernchef Alexandre de Juniac die Ausgaben um zwei Milliarden Euro mindern.