20. October 2017 |
 
 
 

Eisberg voraus – Touristenattraktion vor kanadischer Küste

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Iceberg-Alley – das ist der Name einer Ozeanpassage vor der kanadischen Küste bei Neufundland. Dort ist man den Anblick vorbeidriftender Eisberge gewöhnt – von Grönland aus driften immer wieder Eisberge und -schollen vorbei am Festland und ziehen immer wieder Touristen und Schaulustige an. Doch was sich derzeit vor dem kleinen Ort Ferryland abspielt, sorgte sogar für Staus auf den sonst so wenig befahrenen Straßen: ein immenser Eisberg scheint vor Ort auf Grund gelaufen zu sein. 

Eisberg

Ein Reiseziel der ungewöhnlichen Sorte: Schon seit Jahren zieht es immer wieder Touristen nach Neufundland bei der kanadischen Küste. Nirgendwo ist der Anblick vorbeitreibender Eisberge so einfach zugänglich wie dort, nirgendwo sonst so geläufig. Allein dieses Jahr sind schon 600 Eisberge und -schollen gezählt worden, die aus Grönland nach Iceberg-Valley trieben. Für Touristen ist der Anblick oft atemberaubend – wie weiße Öltanker am Firmament, die dann langsam davontreiben. Ein atemberaubendes Naturschauspiel, und seit Jahren eine Touristenattraktion für Reisende aus aller Welt.

Gigantischer Eisberg auf Grund gelaufen

Doch seit geraumer Zeit ist der Strom an Touristen noch größer. Der Grund? Ein diesmal besonders großer, immenser Eisberg scheint vor der Küste Ferrylands auf Grund gelaufen zu sein. Die Größe des Eisbergs ist laut des kanadischen Bürgermeisters Adrian Kavanagh einzigartig: „Es ist der größte Eisberg, den ich jemals in der Region gesehen habe.“ Und da sich der Koloss derzeit nicht mehr zu bewegen scheint, darf davon auszugehen sein, dass er Dauergast vor dem kleinen Städtchen bleiben dürfte. Die Touristen und Urlauber freut es: ob als Fotomotiv oder Erinnerung an die schiere Kraft der Natur – derzeit wimmelt es nur so vor knipsenden und Selfies-nehmenden Reisenden. Auch viele Ansässige lassen sich den Anblick nicht entgehen, und es darf damit gerechnet werden, dass der Eisberg mindestens eine Saison lang durchhalten wird. Viele Experten gehen davon, aus dass besonders starke Südwinde die große Masse an Eisbergen verstärkt nach Iceberg-Valley treiben, und auch die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung dürften sicherlich eine Rolle dabei spielen, dass solche Giganten in solch Küstennähe auflaufen. Doch vorläufig heißt es: knipsen und den Anblick genießen.