17. October 2017 |
 
 
 

Erlebnis Amazonas – Survival Tour und Selbsterfahrung

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Kaum ein Ort auf unserem Planeten ist so geheimnisumwoben wie der Amazonas. Eine urzeitliche Naturgewalt, bespickt mit dunklen, verschlungenen Tiefen, gelegen in der grünen Lunge der Erde und Zuhause unzähliger Fischarten: der Amazonas ist seit jeher Projektionsfläche menschlicher Ängste und Sehnsüchte. Kein Wunder dass Touren im und um den Amazonas herum heiß begehrt sind. Und auch wenn man nicht lange suchen muss, um einen der zahlreichen Anbieter von Amazonas-Touren zu finden, über eins sollte man sich im Klaren sein: Dieser Trip ist auch ein Stück weit Selbsterkundung.

Ica, Japura, Rio Negro – Unzählige Flüsse schlängeln sich neben den Amazonas und bilden mit ihm einen enormen Fischreichtum. Insgesamt sind es über 10.000 Nebenflüsse, und hunderte von Städten, die am Amazonas liegen. Eine Tour durch den Regenwald führt also auch vorbei an Ortschaften, deren Geschichte und deren Überleben unmittelbar an den Amazonas geknüpft sind. Er schenkt Leben, birgt Gefahren, und ist seit jeher Quell für Geschichten und Identifikation mit der grünen Mutter Erde. Indigene Völker, allen voran die Caboclos, wissen ganz besonders um das Geschenk des Amazonas. Und um seine Gefahren.

Kein Breakfeast in Bed, kein Whirlpool – dafür aber Erlebnis satt

Viele Touren führen unmittelbar durch das Herz des Regenwalds, vorbei am Amazonas, tief in den Rachen der Natur. Wer da mithalten will, muss einiges mit sich bringen – allen voran die Bereitschaft, zu lernen. Denn eine solche Tour ist im Herzen auch ein Guide zum Überleben. An der Hand wird man meist genommen von erfahrenen Grenzgängern, die mit dem Regenwald bereits Bekanntschaft gemacht haben und die Sprache des Regenwaldes verstehen. Dem Amazonas zu folgen, bedeutet, unbekanntes Gebiet zu erschließen und fremde Flora und Fauna kennen und einschätzen zu lernen. Es bedeutet, zu lernen, in unwirtlicher Umgebung Feuer machen zu können und Schlafstätten errichten zu können, die gefährliche Tiere abhalten können. Wozu braucht man das, wird der gemütliche Mitteleuropäer vielleicht denken – doch dazu angehalten, im zivilisatorischem Hamsterrad seine Runden zu drehen, überkommt den einen oder anderen das Bedürfnis, wieder mehr Bekanntschaft mit sich selbst zu machen, mit der urigen Essenz dessen, was einen ausmacht – Angst, Instinkt, Suche; der Amazonas ist eine ideale Bühne für die Seiten des Ichs, die im alltäglichen Stadtleben kaum zum Tragen kommen. Und genau das macht eine solche eventuell Tour so wertvoll. Anbieter solcher Aktivreisen gibt es zu Genüge. Das einzige, was man wirklich braucht, ist Wille und Bereitschaft.