16. August 2017 |
 
 
 

In Santa Cruz de La Palma wird der Strand blanchiert

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StrandlektüreWas nach langer Planungsphase und erbitterten Diskussionen im Herbst letzten Jahres begonnen wurde, hat die Sturmflut im Februar schlicht wieder weggeputzt. Der zum Teil erstellte Damm für die neue Playa im Küstenabschnitt Santa Cruz auf La Palma ist der Gewalt der Fluten gewichen und hat Ratlosigkeit hinterlassen. Werden hier buchstäblich Millionen in den Sand gesetzt?

Dunkler Sand lässt Palmen sprießen

Der neue Strand soll direkt vor der Hauptstadt verlaufen. Südlich folgt der Hafenstrand „Playa Bajamar“ und in etwa 3km Entfernung folgt der geschützte Strand von Los Cancajos.  Bei Einheimischen wie auch bei den Touristen sind die Strände sehr beliebt, nicht nur als Ausgangspunkt für Kanutouren auf der Ostseite der Insel. Der Sand ist hier so dunkel, dass man meinen könnte, die Sonnenbrille nicht abgelegt zu haben, und die Palmen sprießen mittendrin. Touristen, die den Unterschied zu weißem Sandstrand zu schätzen gelernt haben, zieht es immer wieder hierhin. Der Strand auf La Palma ist einzigartig auf der Welt.

Auch unter Wasser vulkanischen Ursprungs

Zum Tourismus auf der kleinen Kanareninsel gehört auch das Tauchen. Das Schöne beim Tauchen auf La Palma ist, dass man den Schnorchelurlaub problemlos mit Wanderrouten, Biketouren und kulturellen Erlebnissen verbinden kann. Selbstverständlich werden auch individuelle Tauchtrainings angeboten, stressfrei und abseits ausgetretener Pfade. Unter Wasser sind die subtropischen Gefilde noch ungleich bunter als über Tage. Die Nähe des Vulkans sorgt für Lavabögen und Steilwände, Canyons, Grotten, Spalten. Auf 50 Meter Sichtweite lässt sich problemlos die eine oder andere schwarze Koralle entdecken.

Wenn die erwarteten Besucher ausbleiben

Um den Tourismus zu fördern, werden immer neue Projekte ins Leben gerufen, doch das muss einen beim Tauchen auf La Palma nicht unbedingt stören. Sinkende Besucherzahlen sorgen nicht zuletzt auch dafür, dass man für ein Tauchabenteuer auf den Kanaren nicht die Welt bezahlen muss. Ganz auf eigene Faust sollte man es allerdings nicht versuchen, denn das ist schlicht und ergreifend verboten. Die besten Plätze zum Tauchen kennen ohnehin die Eingeweihten besser, und man muss ja nicht jede Erfahrung selber machen. Das Strandbauprojekt bei Santa Cruz jedenfalls ist genehmigt und wird noch eine Menge Staub aufwirbeln, in erregten Gemütern ebenso wie in natura. 720.000 Kubikmeter Sand sind eingeplant.