21. October 2017 |
 
 
 

Eine Welt für Tulpen

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Der Anfang des Jahres ist nun vorbei, das erste Quartal des Jahres neigt sich geschwind dem Ende zu. Das Frühjahr beginnt: Die Temperaturen werden milder, die Sonne kommt öfter hervor, ab und wann begegnet man schon einer Stubenfliege in den Wohnräumen.

Es ist die Zeit für die Pflanzen und Blumen, sich darauf vorzubereiten, langsam aber sicher wieder ins Lebens zurückzukehren. Alle diejenigen, die gegen die Frühblüher allergisch sind, werden das nicht richtig genießen können. Doch wer Augen hat, der wird in den nächsten Wochen seinen Spaß haben: Bunte Blüten verzaubern den Beobachter.

In Holland werden Jahr für Jahr, Tag für Tag – also quasi immer – Tulpen gezüchtet. In wohl temperierten Gewächshäusern reifen sie heran. Doch es gibt sie trotzdem – die Tulpensaison. Zu diesem Anlass kann ich einen Auflug in die Niederlande nur empfehlen. Was im letzten Herbst unter die Erde gebracht wurde, wird ab Anfang April die Welt verzücken: Millionen von Tulpenzwiebeln haben dann ihre Metamorphose zu wunderschönen Tulpen vollzogen. Und es wird sie in allen Farben, Formen und Gerüchen geben.

Es sind die berühmeten Tulpenfelder zwischen Harleem und Leiden, zwischen Alkmaar und Den Helder. Mit dem Fahrrad lassen sich die Blumenzwiebelrouten erkunden. Die 30 km lange Strecke ist ausgeschildert, so dass die ungefähr 5500 verschiedenen Tulpensorten ohne Stress erkundet werden können.

Ende April dann das Highlight: Ein Blumenkorso. Zig Wagen werden in den Dörfern mit Blumengirlanden geschmückt und diese werden dann am 26. April vormittags in Nordwijk starten und abends in Harleem einkehren.

Sollte dieser Termin nicht passen, in “Keukenhof” gibt es die größte Freiland-Blumenschau der Welt. Zu sehen sind hier neben Tulpen auch Narzissen, Krokusse und Hyazinthen. Zu besuchen ist diese Schau ab dem 21. März.

Unweit dessen befindet sich das Museum „de Zwarte Tulp“ in Lisse. Hier geht es dann um die Geschichte der Tulpe. In der Geschichte von Tulpe und Mensch hat der Mensch zeitweise mehr für eine Tulpenzwiebel wie für ein Heim bezahlt.