19. November 2017 |
 
 
 

Gebrochenes Vertrauen und fehlende politische Konsequenzen – Reisebranche glaubt nicht mehr an Flughafen Berlin-Brandenburg

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flughafen BERDas Beratungsunternehmen Trendscope hat im Januar 2013 235 Manager aus der Deutschen Tourismusbranche zu ihren Einschätzungen über die zukünftige Entwicklung des neuen Berliner Großflughafens Willy Brandt Berlin-Brandenburg befragt.

 

Unter den Entscheidungsträgern der Reisebranche herrscht hier hingehend demnach Einigkeit. Über 53 Prozent der Befragten glauben nicht an die nun für 2014 geplante Eröffnung des Flughafens, 81 Prozent der Manager sehen das Planungsdebakel als Blamage für die Politik und den Wirtschaftsstandort Deutschland an. Trotz allem denken 66 Prozent der Befragten, dass in einigen Jahren nicht mehr an die gravierenden Probleme bei der Planung gedacht wird. Dennoch verlangen über 95 Prozent der Manager, dass aus diesen Pannen politische Konsequenzen gezogen werden und die Verantwortlichen zurücktreten.

Dabei herrscht auch Einigkeit darüber, an welchen Stellen die Schuld für die Misere rund um den geplanten Großflughafen zu suchen ist: Bei den Regierungschefs der Länder Berlin und Brandenburg. Die Politik solle in Zukunft für Großprojekte das nötige Verantwortungsbewusstsein zeigen und im Falle des Scheitern müsse auch politisch für das Versagen eingestanden werden, lautet die Meinung unter den Umfrageteilnehmern.

Zukunft von Air Berlin wird gemischt bewertet

Das Air Berlin im Jahr 2013 seine Krise meistern wird und am Ende des Jahres schwarze Zahlen schreibt, wird von 54 Prozent der befragten Manager bezweifelt. Laut 60 Prozent der Umfrageteilnehmer müsse man sich Sorgen um die Zukunft der Airline machen. Dies wiegt umso schwerer, da nach Einschätzung von 72 Prozent der Befragten die Fluggesellschaft mittlerweile als „systemrelevant“ und „unverzichtbar“ für die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland angesehen wird. Ein Scheitern der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft wird von vielen Managern als Horrorszenario für die hiesige Tourismusbranche angesehen.